Ruhr-Jazz-Festival in Neuauflage |

Wiederbelebung eines Festivals

Text & Fotos: Heinrich Brinkmöller-Becker

Bochum, 07.12.2017 | Ruhr-Jazz-Festival in Neuauflage |Wiederbelebung eines Festivals

Die Nachricht lässt Freunde der improvisierten Musik aufhorchen: Das Ruhr-Jazz-Festival – in den 80er Jahren bis zur Mitte der 90er ein Pilgerort für die internationale Jazz-Szene – wird wieder aufgelegt. 1996 fand das zunächst von Ulli Blobel, dann von Martin Blume im Kunstmuseum Bochum organisierte jährliche Treffen des Who-Is-Who des Free Jazz’ aus finanziell-organisatorischen Gründen ein Ende. Jetzt taten sich die damaligen Kooperationspartner wieder zusammen und organisieren einen Neuanfang. Ulli Blobel (Jazzwerkstatt, s. Interview in nrwjazz.net) und der Drummer und Perkussionist Martin Blume – seit Jahrzehnten Organisator und Musiker der Soundtrips- und Klangbilder-Reihen im Kunstmuseum – holten die Stadt Bochum und natürlich das "angestammte" Kunstmuseum für den Neustart mit ins Boot.

Vom 6. bis 8. April nächsten Jahres gibt es ein Programm mit illustren Namen der regionalen und internationalen Szene. Eröffnet wird das Festival mit Jan Klares Big Band The Dorf. Andere Formationen folgen wie das Klarinetten-Duo Koltermann/Jörgensmann, das Wolfgang Schmidtke Orchestra mit einem Thelonious-Monk-Programm oder das Julie Sassoon Quintet. Mats Gustafssons The Thing steht ebenso auf dem Programm wie der Free-Funk-Gitarrist James „Blood“ Ulmer.

Wir freuen uns über diese Initiative und wünschen einen guten Neustart. Einen Vorgeschmack gibt es übrigens am kommenden Samstag mit dem Schlippenbach-Trio mit Evan Parker und Paul Lytton um 20.00 Uhr im Kunstmuseum Bochum.